Was kostet eine Website wirklich?
· 2 Min. · Preis & Entscheidung
Ehrliche Preisspannen, die echten Kostentreiber und warum ein niedriger Startpreis selten die ganze Wahrheit ist.
Die meisten Preisfragen starten falsch. Nicht „Was kostet eine Website?", sondern „Was soll die Website für mich tun?". Eine Visitenkarte mit drei Seiten ist etwas anderes als eine Seite, die dir planbar Anfragen bringt. Solange das nicht klar ist, ist jede Zahl geraten.
Ich sag dir hier ehrlich, woran der Preis hängt. Keine Lockpreise, keine Wunderzahlen.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Drei Dinge bewegen die Zahl: der Umfang, die Inhalte und wer diese Inhalte liefert. Eine Seite mit fertigen Texten und guten Fotos vom Kunden ist schneller fertig als eine, bei der ich auch noch die Texte schreibe und die Bilder organisiere.
Als grobe Orientierung: Eine kleine Präsenz-Seite mit drei, vier Seiten setze ich bei rund 1.200 bis 2.500 € an. Eine richtige Firmen-Seite mit eigenem Design, CMS und SEO-Grundlage liegt bei 3.000 bis 7.000 €. Und eine zweisprachige Seite mit Blog wie diese hier, bei der jeder Beitrag in DE und EN gepflegt wird, bei 5.000 bis 12.000 €. Das sind meine ehrlichen Hausnummern, keine erfundenen Lockpreise.
Der Kostentreiber, den fast alle unterschätzen, sind die Inhalte. Fehlen die Texte, steht das Projekt. Genau daran scheitern die meisten Festpreise, die zu früh genannt werden.
Baukasten vs. handgemacht
Ein Baukasten kostet wenig im Monat. Der Haken: du baust selbst, du pflegst selbst, und bei Tempo und Auffindbarkeit machst du Kompromisse. Für eine schnelle Übergangslösung ist das völlig okay. Sobald die Seite aber dein Geschäft repräsentiert, wird die gesparte Stunde zur teuer bezahlten Zeit.
Ein Beispiel aus der Praxis, das nichts mit Code zu tun hat: Eine Kundin hatte ihre Preisliste als Foto auf der Seite. Sah ordentlich aus. Nur kann Google keine Preise aus einem Bild auslesen, also tauchte sie für genau diese Suchen nicht auf. Solche Kleinigkeiten kosten kein Geld in der Rechnung, aber Reichweite im Alltag. Ein Baukasten zeigt dir so etwas nicht.
// Eine ehrliche Preis-Range ist eine Funktion des Umfangs, kein Fixpreis.
function rangeFor(scope: 'visitenkarte' | 'firmenseite' | 'mehrsprachig') {
// Meine ehrlichen Hausnummern, je nach Umfang.
return {
visitenkarte: '~1.200–2.500 €',
firmenseite: '~3.000–7.000 €',
mehrsprachig: '~5.000–12.000 €',
}[scope];
}Was ein niedriger Startpreis wirklich heißt
Ein Startpreis ist ein Startpunkt, kein Endpreis. Das ist auch in Ordnung, solange offen gesagt wird, was drin ist und was nicht. Unehrlich wird es, wenn der niedrige Preis nur dazu da ist, dich ins Gespräch zu holen, und die echte Zahl erst kommt, wenn du schon investiert hast.
Mein Weg ist der umgekehrte: erst zeigen, dann reden. Wenn du wissen willst, was deine Seite konkret kosten würde, schau dir auch den Vergleich Next.js vs. WordPress an. Welches System du nimmst, verschiebt die laufenden Kosten oft stärker als der Startpreis.
Der ehrlichste Weg, den Preis herauszufinden
Frag ein kostenloses Mockup an. Dann redest du nicht über abstrakte Preise, sondern siehst deine eigene Seite vor dir. Auf dieser Basis nenne ich dir einen Festpreis, den du auch verstehst. Kein Stress, keine Verpflichtung.
Häufige Fragen
Warum sind manche Angebote so viel günstiger?
Weil günstig oft Template von der Stange heißt: schnell befüllt, fertig. Für einen schnellen Start kann das reichen. Der Haken sind die Folgekosten, die im Preis nicht stehen: Pflege, Ladezeit, Auffindbarkeit, oft ein zweiter Anlauf. Ich baue lieber einmal richtig statt zweimal günstig.
Bekomme ich vorab einen Festpreis?
Sobald klar ist, was die Seite können soll und wer die Inhalte liefert, ja. Vorher wäre jede Zahl geraten. Genau deshalb fängt es bei mir mit einem kostenlosen Mockup an.
Geschrieben von
Maximilian Jacob — Freelance-Webentwickler, Berlin
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